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„Gemeinsam Wachsen“, ist das Motto des Landkreises Dingolfing-Landau für die Zukunft. Bei dem im September stattgefundenen eineinhalbtätigen Workshop auf Schloss Poxau bildeten sich Arbeitsgruppen zu wichtigen Zukunftsthemen, die sich in der Zwischenzeit ein bis zweimal getroffen haben. Es wird fleißig gearbeitet. Parallel dazu werden Studenten im Rahmen einer volkswirtschaftlichen Standortanalyse der Masterstudiengänge „Marketingmanagement“ und International Business Administration“ der Hochschule München das Projekt unterstützen.

Die Seminarveranstaltung von Prof. Dr. Klaus Wollenberg in Zusammenarbeit und mit Unterstützung des Landkreises Dingolfing-Landau wird an der Fakultät für Betriebswirtschaft der Hochschule München und vor Ort in Dingolfing-Landau durchgeführt. Im Anschluss an die Untersuchungen erhält der Landkreis eine Dokumentation, in der die Standortanalyse ausführlich mit dem Ergebnis dargestellt ist.

Die Arbeitsgruppen aus dem Landkreis arbeiten örtlich getrennt aber analog mit den Studenten. Bisher wurden unterschiedliche Forschungsaufträge an die Studenten weitergegeben, die dann bei Umsetzbarkeit wissenschaftlich beleuchtet werden.

 So ergaben sich Forschungsaufträge, wie z.B. aus dem Bereich Arbeitmarkt & Bildung zum Thema Auspendler: Analyse des Ist-Zustandes (soziale und berufliche Struktur, geographische Herkunft und Pendlerbewegungen, Motivation, Ansatz- und Hebelpunkte, Vergleichswerte aus anderen Regionen) oder aus dem Arbeitskreis Infrastruktur, Energie und Landnutzung: Perspektiven für erneuerbare Energien im Landkreis: Wind, Wasser, Sonne, Geothermie (Isar/Vils, Freiflächen auf Dächern, Umgang mit Vorbehalten von Hausbesitzern)

Die Kombination aus den Erfahrungen direkt aus der Region und der Expertise einer Forschungseinrichtung ist eine bedeutende Konstellation ohne gleich ein Erfolgsversprechen abgeben zu müssen. Es spricht aber in jedem Fall für die Innovationskraft einer viel zitierten ländlichen Region, wie dem Landkreis Dingolfing-Landau.

Stimmungen der einzelnen Akteure:

Landrat Heinrich Trapp

 Unser Landkreis ist gut aufgestellt und trotzdem vergessen wir nicht unseren Blick auf morgen zu richten. Ich erhoffe mir, dass die Landkreisbürger so wenig wie möglich von prognostizierten Einflüssen, wie dem demographischen Wandel, dem Fachkräftemangel oder der Energieknappheit zu spüren bekommen. Wir kümmern uns eben schon jetzt darum! Dass die Hochschule München uns unter die Lupe nimmt, dass sich im Moment viele Arbeitsgruppen im Landkreis die Zeit nehmen, sich ehrenamtlich um wichtige Themen, wie Arbeitsmarktpolitik & Bildung, Energiepolitik und um gesellschaftliche Themen in unserem Landkreis Gedanken machen, ist beeindruckend und sicherlich äußerst erfreulich. Mit der Hochschule München haben wir einen starken Partner, die uns unentgeltlich wissenschaftlich wertvolles Material für unsere Zukunft des Landkreises Dingolfing-Landau liefert.

Prof. Dr. Klaus Wollenberg, Hochschule München

Erstmals sind wir mit unserem Standortseminar in Niederbayern. Gemeinsam mit meinen Studierenden freue ich mich darauf, im laufenden Prozess der Zukunftskonferenz des Landkreises Dingolfing-Landau mitwirken zu können. In diversen Vorlesungen an der Hochschule wurden die Masterstudierenden mit dem Projekt und der Landkreissituation vertraut gemacht. Vor Ort werden sie drei Tage den Landkreis besichtigen, viele Informationen von rund 15 eingeladenen Referenten erhalten um schließlich eine „Stärken-Schwächen-Chancen-Risiko-Analyse“ mit eigenen Überlegungen zu erarbeiten. Einige im Landkreis wohnende Auszubildende der Sparkasse Niederbayern Mitte und der Raiffeisenbank Dingolfing wurden eingeladen, um an dem Standortseminar teilzunehmen.

Wirtschaftsförderin Nadja Beutlhauser

Ich hatte Herrn Dr. Wollenberg selbst als Professor an der Hochschule München, der übrigens eine überregionale Koryphäe in Sachen Wirtschaftsförderung ist. Seine Vorlesung und die Arbeit von Thomas Weiß (Moderator und Coach) gaben dem Weg der Zukunftskonferenz den letzten Schliff. Prof. Dr. Wollenberg ist ein Zahlenmensch, ein Analytiker und Stratege. Ich bin der Idealist, der durch tiefe Überzeugung und das Wissen um die Stärke gemeinsamen Handelns, den Dingen begegnet. Beides ist wichtig, um ein Projekt positiv und nachhaltig gelingen zu lassen. Es ist eine Ehre, ein großer Gewinn und gleichzeitig eine enorme Chance, dass uns die Masterstudenten ein Semester begleiten, unsere Ergebnisse wissenschaftlich untermauern und eigene Forschungsaufträge rund um den Landkreis bearbeiten. Gespannt blicke ich auf die Ergebnisse, die am 12. Dezember veröffentlicht werden.